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Boek

Sommergeschichte

Roman

Sommergeschichte - Binder, Elisabeth - ISBN: 9783608935493
Prijs: € 20,00
Levertijd: 4 tot 6 werkdagen
Bindwijze: Boek, Gebonden
Genre: Literaire roman, novelle
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Sommergeschichte op boekenliefde.nl
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Beschrijving

Ein Züricher Sommer voller Entdeckungen - die weit zurückreichen in Europas finsterste Zeit.

Die erste Biographie über Jean Améry (1912-1978), mit einer Fülle bisher unbekannter Zeugnisse und Dokumente.

Details

Titel: Sommergeschichte
auteur: Binder, Elisabeth
Mediatype: Boek
Bindwijze: Gebonden
Taal: Duits
Aantal pagina's: 301
Uitgever: Klett-Cotta
NUR: Literaire roman, novelle
Afmetingen: 210 x 134 x 30
Gewicht: 455 gr
ISBN/ISBN13: 3608935495
ISBN/ISBN13: 9783608935493
Intern nummer: 699695

Biografie (woord)

Elisabeth Binder, geb. 1951 in Bürglen/Thurgau/Schweiz, Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Zürich, vorübergehend Lehrerin, dann Literaturkritikerin beim Feuilleton der NZZ. Seit 1994 freie Schriftstellerin. Auszeichnung mit der Medaille der Schweizer Schiller-Stiftung sowie dem Förderpreis zum Mörikepreis, Fellbach.

Extra informatie

Für Christine, die Journalistin, kommt dieser Moment, in dem sie die farbige Besitzerin einer Nobelboutique in der Züricher Innenstadt zum erstenmal sieht, wie ein Blitzschlag. Dabei hatte sie sich nicht so schlecht eingerichtet in ihrem Leben, seit sie sich von ihrem Mann getrennt hat und allein mit ihrer kleinen Tochter in der Züricher Innenstadt lebt. Christine bemüht sich um die attraktive Somalierin, und es beginnt eine Geschichte, an deren Ende nichts ist wie vorher. ener, spannungsgeladener Zeitroman - über folgenreiche Vergangenheiten und unseren Umgang mit dem Fremden.

Quote

Die Autorin dankt der Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA und der UBS Kulturstiftung für einen Werkbeitrag. Erstes Kapitel Linea Donna 1 Eine Wolke verdeckte die Sonne. Kein Wölkchen, eine Wolke, groß und an den Rändern ausgefranst wie irgendein Fleck, ein Land auf der Landkarte. Und man wunderte sich, wo sie herkam, aus heiterem Himmel. Gerade hatte man noch aufgeatmet, glücklich, daß nach endlosen Regentagen, wo man schon beinah alle Hoffnung aufgegeben hatte, die Sonne wieder die Regie übernahm, dem Hoch entsprechend, das von den Azoren heranrückte und das die Wettervorhersagen schon im Titel verkündeten zur allgemeinen Ermunterung: Der Sommer kehrt zurück! Noch eben hatte man die Wärme gefühlt, wo man ging und stand oder saß, am See, am Bellevue, am Pfauen, Paradeplatz oder Limmatquai, jetzt, um die Mittagszeit, hatte die Jacken ausgezogen und in die Sonne geblinzelt, die nun auf einmal wieder verschwunden war, so daß, wie nie sonst, alles, halb Zürich, gleichzeitig (und ein bißchen vorwurfsvoll) zum Himmel hochsah und zu der Wolke, welche die Order des Tages durchkreuzte. Wie gesagt, war es eine große Wolke, indessen, mindestens in dem Stück Himmel, das man überblickte, weit und breit die einzige. Ein Einzel- und Sonderfall, das hoffte man zumindest. Kurzes schattiges Zwischenspiel und gleich vorbei. Die Wolke aber, einmal derart ins Rampenlicht geraten, ließ sich Zeit. In dem kleinen Café an der Wühre (ein paar Tische, dicht an die niedrige Ufermauer gerückt, so daß man ohne allen Verkehr seelenruhig auf die Limmat schauen konnte, weshalb die sonst anspruchslose Einrichtung den etwas geschraubten Namen panta rhei trug) waren die meisten Plätze besetzt. Ich hatte mich schon vor einer halben Stunde dort niedergelassen, um ungestört eine Kleinigkeit zu essen und womöglich ein wenig zu mir selber zu kommen, ehe am Nachmittag die Zeitungsarbeit begann: ein Interview heute, zu dem ich nicht die leiseste Lust hatte. Nun saß ich noch immer allein an meinem Tisch. Gut so, sehr gut so. Äußerstenfalls würde ich einfach behaupten, daß ich auf jemanden warte und die zwei Plätze reserviert seien. Nicht in der glücklichsten Laune, wollte ich jetzt bloß in Ruhe gelassen sein. Ein Gedanke, der schon nichts Fruchtbares hervorgebracht hatte, als ihn noch die Sonne beschien, verkümmerte, so im Schatten, gerade ganz. "Es ist, wie es ist", sagte eine Stimme, vermutlich der Vernunft, in mir und: "Man muß das Beste draus machen." Eine Weisheit meiner Mutter. Immer sagte sie diesen Satz, diesen zum Verzweifeln pragmatischen. Patentrezept in allen Lebenslagen. Und vielleicht hatte sie ja recht. Wenn man nur gewußt hätte, was dieses Beste sei. Augenblicklich wußte ich es weniger denn je. In meinem Kopf war manchmal ein solches Durcheinander. Dann wieder eine solche Leere. Glühende, gierige Leere. Vielleicht auch nur Müdigkeit. Als ob es jetzt schon, mit dreiunddreißig Jahren, nur noch ein Älterwerden sei und sonst nichts. Ja, es gab Augenblicke, wo ich nicht einmal mehr sicher war, ob ich es so eilig gehabt hätte mit der Scheidung, und ob der andere Mann, dieser Künstlertyp, der mich kurzfristig angezogen und von dem ich mich längst wieder getrennt hatte, so attraktiv gewesen wäre, hätte damals schon in Aussicht gestanden, daß Martin diesen Job kriegte: die überraschend frei gewordene Stelle des Amerikakorrespondenten, mit der er immer geliebäugelt, aber nie ernsthaft gerechnet hatte. Der reine Glücksfall! Und ich dachte, daß ich vielleicht bei ihm geblieben wäre, hätte er nur einmal wirklich darum gebeten, mich nur einmal energisch zurückzuhalten versucht, verzweifelt oder auch einfach wütend, statt mich so großzügig, so sang- und klanglos ziehen zu lassen: "Wenn du meinst, daß es besser für dich ist ..." Jetzt schrieb er manchmal, daß er uns beide vermisse dort drüben. Und er sc

Recensie

"... Elisabeth Binder und Bruno Steiger sind zwei noch zu entdeckende literarische Perlen aus dem Nachbarland. Ihr vorzüglich komponierten Romane offenbaren auch noch zwischen den Zeilen viel Lesenswertes." (Landshuter Zeitung, 7.8.2004) "... Ein äußerst poetischer, sprachlich ausgefeilter, doppelbödiger Roman über das Fremdsein." Peter Mohr (General-Anzeiger, 24.4.2004) "... Elisabeth Binder erweist sich als sehr präzise Beobachterin im Land der Seele wie in den sichtbaren Bezirken der Existenz. Überzeugend schildert sie die Entwicklung dieser Beziehung zwischen einer scheinbar unbelasteten, vorsichtigen Schweizerin, welche erst mit Ängsten und Vorbehalten zu kämpfen hat, und einer Schwarzafrikanerin, die mit ihrem mondänen Auftritt etliche Klischees tilgt. Denn diesmal wirkt nicht das geläufige Muster, sondern es verkehrt sich fast in sein Gegenteil: hier die beklommene Europäerin, dort die sebstbewusste attraktive Farbige im bizarr inszenierten Modetempel "Linea Donna". ..." Beatrice Eichmann-Leutenegger (Neue Luzerner Zeitung, 14.4.2004) "Heute und Gestern. Schwarz und Weiss. Und die Fragen: wo setzt die Schweiz Grenzen, wie gehen die Schweizer mit den Fremden um? Diese Themen leuchten in Elisabeth Binders neu erschienenem Roman "Sommergeschichte" ganz stark hinter stilistisch wundervollen Passagen hervor. ..." Barbara Caderas (rubikon.ch, April 2004) "... Die Geschichte, die beinahe in einer Katastrophe endet, ist ein wunderbar geschriebener, spannungsgeladener Zeitroman." (Das Buch, Bücherpick, Frühjahr 2004) "... Elisabeth Binder legt Schicht um Schicht übereinander: Historisches und Zeitgenössisches, Einzelschicksale und politische Parolen, ganz private und kollektive Erfahrungen. ..." Eva Bachmann (St. Galler Tagblatt, 23.02.2004) "... Elisabeth Binder erzählt ihre "Sommergeschichte" mit herkömmlicher, solider Schreibweise. Ihr Roman befördert Gespenster zutage - individuelle und kollektive. Spukgeschichten wandeln sich so zu Wirklichkeiten. Darauf haben wir ein Recht." Silvia Hess (Aargauer Zeitung, 17.02.2004) "Dieser zweite Roman der Schweizer Autorin Elisabeth Binder ist eine Suche nach der Herkunft und eine Hommage an die Stadt Zürich. ... Wer bin ich? - Wer sind wir? und Wer waren wir? -, die Frage stellt sich auch für die Schweiz und ihre Flüchtlingspolitik während des Krieges. Elisabeth Binder thematisiert sie vorder- und hintergründig. Als Spukgeschichte, schrecklich und wahr." Silvya Hess (Die Zeit, 6.5.2004) "Joan, dunkel, groß, schlank, khakifarbenes T-Shirt, schwarze Jeans, ein Wunder an Grazie und Schönheit, kam mit einer Zigarette zwischen den Fingern nach draußen ..."

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