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Boek

Der Schlafwandler

Drei Geschichten

Der Schlafwandler - Claus, Hugo - ISBN: 9783608932478
Prijs: € 18,00
Levertijd: 4 tot 6 werkdagen
Bindwijze: Boek, Gebonden
Genre: Literaire roman, novelle
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Der Schlafwandler op boekenliefde.nl
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Beschrijving

Hugo Claus hat im März 2003 den "Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung" erhalten.

Details

Titel: Der Schlafwandler
auteur: Claus, Hugo
Mediatype: Boek
Bindwijze: Gebonden
Taal: Duits
Aantal pagina's: 189
Uitgever: Klett-Cotta
NUR: Literaire roman, novelle
Afmetingen: 210 x 132 x 19
Gewicht: 333 gr
ISBN/ISBN13: 360893247X
ISBN/ISBN13: 9783608932478
Intern nummer: 733976

Biografie (woord)

Hugo Claus, 1929 in Brügge geboren, ist als Prosaschriftsteller und Lyriker, als Dramatiker, Film- und Theaterregisseur und Mitglied der Malergruppe "Cobra" bekannt geworden. Heute lebt er, nach langen Aufenthalten in Frankreich, Italien und den USA, in Gent.

Extra informatie

Emily und Anna lieben sich, sie sind ein Paar. Doch ihr Leben ist nicht glücklich verlaufen. Und so haben sie sich in einem belgischen Seebad eine Luxus-Hotelsuite gemietet, um gemeinsam aus dem Leben zu gehen. In kurzen und extrem einprägsamen Szenen erfährt der Leser die Stationen eines Scheiterns, das seinen Höhepunkt in einem lautlosen, tödlich endenden Kampf hat ...

Quote

LIEBSTE Mama. Schon falsch. Noch einmal. Liebe Mama. Hab ich nie zu ihr gesagt, auch nicht als Kind. Nichts als Heuchelei, so ein Anfang. Vergiß es. Am liebsten würde ich das alte Heft durchs Zimmer pfeffern. Noch einmal. Mama. Richtig. Es gab eine Zeit, da wolltest du, daß ich Dich Mutter nannte. Aber daran konnte ich mich nie gewöhnen. Weil ich dann Vater hätte sagen müssen, und das wäre ein Witz gewesen. Mein eleganter, mürrischer Papa in seinem leicht zerknitterten, naturfarbenen Leinenanzug ein Vater? "Emily, willst du eine Ohrfeige?" Ich rief sofort: "Ja, Papa, ja." Dann sein Schmunzeln. Und Du, Mutter, Du kehrtest wie so oft stirnrunzelnd Deine Würde hervor, Deine Rolle der in einigem Wohlstand lebenden Dame, unglücklich verheiratet mit einem englischen Ingenieur, weil Du mich erwartet und auch zur Welt gebracht hast, eine kleine Prinzessin, ich, Deine Emily. Vielleicht sollte ich es einfach dabei bewenden lassen. Adieu, Mama, und basta. Aber ich habe mir diesen elenden Auftrag gegeben. Frag mich nicht, warum. Weil ich etwas hinterlassen will, ein vergiftetes Geschenk. Und da ich weder Freunde noch Verwandte habe, jedenfalls nicht von der Sorte, daß ich ihnen mein Lamento aufhalsen möchte, komme ich nach der ganzen Zeit auf Dich zurück. Nein, ich will Dich nicht in Frieden sterben lassen. So wie Du mich nicht in Frieden hast leben lassen. Vor zwei Jahren habe ich Dir zum Geburtstag ein Buch geschickt. Ich habe es vom Buchhändler verpacken und versenden lassen. Ohne Widmung, ohne Absender, ohne ein Lebenszeichen. Einen Monat später bekamst Du die Gehirnblutung und mußtest ins Krankenhaus. Die Kraft des Wortes. Das Buch war nicht gerade berauschend, aber durchaus passend. Es handelt von dem schaudererregenden Verhältnis zwischen Joan Crawford und ihrer Tochter. Von Dir und mir. Mommy dearest lautet der Titel. Auf dem Umschlag ist das Foto aus dem Western Johnny Guitar, dasselbe wie auf dem Plakat, das in meinem Zimmer hing. Mit Klebeband befestigt. Nur keine Reißzwecken. Kein Loch in meiner Ikone. Hast Du das längst vergessen? Ich bildete mir ein, Joan Crawford ein wenig zu ähneln, vor allem jedoch, daß sie meine Freundin wäre. Ich küßte das Plakat, das verschlossene Gesicht mit den markanten Wangenknochen, den dichten Augenbrauen, den scharlachrot geschminkten, vollen Lippen. "Die hat ja weder Po noch Busen", sagtest Du in jener Zeit höhnisch. "Ein Brett", sagtest Du in jener Zeit, als Du über mich herrschtest. Ich wollte ein Brett sein. Es ist mir nicht gelungen, denn ich habe Deinen Körperbau, das Üppige, Wogende. Das Plakat verschwand, als ich hörte, daß Joan Crawford durch ihre Hochzeit Mrs. Pepsi-Cola geworden war. Über Geld rümpften wir die Nase in diesen orthodoxen Jahren.

Recensie

"Den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2003 erhält der flämische Schriftsteller und Regiseur Hugo Claus ... Der Leser kann sich in dem Band Der Schlafwandler davon überzeugen, dass die Begründung der Jury den Punkt getroffen hat: Er habe die aus dem Innern der Gesellschaft kommende Gewalt und die Heuchelei der Politik umbarmherzig und zugleich mit viel Sinn für das Groteske geschildert. ... Hugo Claus pflegt die hohe Kunst der Fiktion. Er erzählt in eine Sprache, die das Außerordentliche der Personen und der Handlungen durch ihre Einfachheit noch pointiert. Kein Effekt, der nicht der skandalösen Geschichte, keine Virtuosität, die nicht die Einzigartigkeit der gezeichneten Menschen dient. Wenn wir doch so etwas verstohlenen Humor erkennen, dann auf einem Niveau jenseits der Verzweiflung." Harald Loch (Augsburger Allgemeine, 26.02.2003) "... Hugo Claus führt in diesen drei Erzählungen ein imposantes Repertoire der menschlichen Abründe vor Augen, die in einer komprimierten, extrem reflektierenden sprachlichen Nüchternheit ihren Ausdruck findet. ..." Barbara Tumfart (Die Furche, 13.02.2003) "... Erbaulich ist das nicht gerade. Doch deswegen nimmt man auch kein Buch des flämischen Autors zur Hand. Schon eher deshalb, weil er ungeniert in den brüchigen Wertvorstellungen der Gesellschaft herumstochert und dabei zu Tage fördert, was viele so genau gar nicht wissen wollen. ..." Dorothee Fauth (Stuttgarter Nachrichten, 13.11.2002) "... Claus geht dabei vor wie ein expressionistischer Maler, verteilt die Lokalfarbe in Epizentren auf der Leinwand, verdichtet nach Bedarf die Beschreibung, um dann wieder breitwandig, sozialfarbig zu werden. Aus den zerrissenen inneren Stimmen, dem manchmal wirren Gedankenfluß seiner Protagonisten und allerhand drastischen Details aus dem flämischen Alltag stückelt er so eine gültige Vision der Gesellschaft zusammen. ... Claus erweist sich hier also nicht so sehr als Gessellschaftskritiker wie als Nachfahre der sprachmächtigen Dichterpropheten und Bußprediger, allzumal daes trunkenen Mittelalters wie des drastsichen Barock. Diese Rolle als unermüdlicher, die Sprache immer aufs neue knetende Hammer von Flandern - und nicht so sehr seine Demaskierung einer sowieso längst offenbaren Bürgerhypokrise - macht seine bleibende Größe aus." Dirk Schümer (FAZ, 03.02.2003) In den folgenden Zeitungen und Zeitschriften wurde das Buch rezensiert oder besprochen. (Stand 18.6.03) Der Spiegel Frankfurter Rundschau Süddeutsche Zeitung Neues Deutschland Mannheimer Morgen Stuttgarter Nachrichten Aargauer Zeitung Belg. Rundfunk (deutsch!) FAZ Ostsee-Zeitung Südhessen Woche General-Anzeiger Kultur aus den NL u. Fl. in Ö Tageszeitung Esslinger Zeitung Wiesbadener Kurier Die Furche Augsburger Allgemeine Dresdner Neueste Nachr. Brüssel-Rundschau 7.10.02 9.10.02 9.10.02 9.10.02 21.10.02 13.11.02 13.11.02 23.11.02 03.12.02 28.12.02 2.1.03 4.1.03 Jan/Feb. 2003 21.1.03 25.1.03 12.2.03 13.2.03 26.2.03 20.3.03 21.2.03

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