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Boek

Verführung und Begehren

Die psychoanalytische Sexualtheorie nach Freud

Verführung und Begehren - Quindeau, Ilka - ISBN: 9783608944860
Prijs: € 38,00
Levertijd: 4 tot 6 werkdagen
Bindwijze: Boek, Gebonden (08-04-2008)
Genre: Psychologische testen en onderzoek
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Beschrijving

Für ein neues Verständnis der Sexualität
Die moderne Gesellschaft hat 100 Jahre nach Freud neue Beziehungs- und Familienformen und eine Pluralisierung sexueller Lebensarten mit sich gebracht. Die Autorin liefert eine systematische Darstellung des aktuellen Theoriestandes, entwickelt ein geschlechtsübergreifendes Modell menschlicher Sexualität und skizziert die Folgen für die psychotherapeutische Praxis.

Details

Titel: Verführung und Begehren
auteur: Quindeau, Ilka
Mediatype: Boek
Bindwijze: Gebonden
Taal: Duits
Aantal pagina's: 320
Uitgever: Klett-Cotta
Publicatiedatum: 2008-04-08
NUR: Psychologische testen en onderzoek
Afmetingen: 233 x 156 x 32
Gewicht: 650 gr
ISBN/ISBN13: 9783608944860
Intern nummer: 10381366

Biografie (woord)

Ilka Quindeau, Prof. Dr. phil. habil., ist Diplom- Psychologin, Diplom-Soziologin und Psychoanalytikerin (DPV / IPV). Sie lehrt als Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der Fachhochschule Frankfurt und unterhält eine eigene Praxis.

Extra informatie

Die Entwicklung der menschlichen Sexualität folgt keinem angeborenen biologischen Programm, sondern vollzieht sich in einer interpersonalen Beziehung. In der Regel stellt die frühe Eltern-Kind-Beziehung solch einen Ort universeller, unbewusster sexueller Verführung und elementarer Befriedigung dar.Primat der Genitalität wird dabei ebenso in Frage gestellt wie der kulturelle Primat der Heterosexualität. Schließlich führt die Autorin aus, welche Konsequenzen die neue Sichtweise für die psychotherapeutische Praxis mit sich bringt.

Quote

Einleitung Trieb , Begehren und Verführung: Ansätze zu einer Neufassung der Freudschen Sexualtheorie Der Mythos Sexualität hat ausgedient. Im Unterschied zu Freuds Zeiten ist das Reden über sexuelle Wünsche und Phantasien - nicht zuletzt durch Talkshows und ? Reality-TV ? - inzwischen in hohem Maße banalisiert worden. Was früher als ?pervers? galt, ist es längst nicht mehr; Gummi, Lack und Leder scheinen der Schmuddelecke entkommen und Einzug in viele Schlafzimmer gehalten zu haben. Ganz selbstverständlich denken junge Frauen heute über die Möglichkeit nach, künstliche Befruchtung in Anspruch zu nehmen, statt - wie bisher üblich - durch Geschlechtsverkehr schwanger zu werden. Diese drei Facetten beleuchten die tiefgreifenden Veränderungen des Sexuellen, denen wir nicht nur in der Alltagswelt, sondern auch in der therapeutischen Praxis begegnen. Verändert haben sich dabei nicht nur sexuelle (Funktions-)Störungen im engeren Sinne, beobachten lässt sich vielmehr ein ganzes Spektrum unterschiedlichster Phänomene. Rund 100 Jahre nach Freuds bahnbrechenden Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905 d) steht psychoanalytisches Denken somit vor einer großen Herausforderung, vor einer vielfältig gewandelten Situation, die erneutes Nachdenken über Sexualität, Lust und Begehren, über Männer und Frauen, ihr Verhältnis unter- und zueinander verlangt. Die Drei Abhandlungen - der zentrale Text der Psychoanalyse über Sexualität - bedürfen einer grundlegenden Revision. Seit Ende der 1960er Jahre ist diese Enttraditionalisierung und Pluralisierung sexueller Lebensformen zu beobachten, die sexuelle Orientierungen und Präferenzen, Beziehungs- und Familienformen ebenso umfassen wie Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit. Durch Studenten-, Frauen- und Homosexuellenbewegung wurden solch grundlegende Veränderungen in diesem Bereich in Gang gesetzt, die üblicherweise und doch mythologisierend als ?sexuelle Revolution? bezeichnet werden. Emphatisch sprach etwa Wolfgang Loch noch 1968 davon, dass freie geschlechtliche Beziehungen nun jedem Menschen, und nicht nur einer bestimmten privilegierten Schicht, möglich geworden seien, und führt dies auf zwei Realfaktoren zurück: Zum einen erlaube wissenschaftliche Forschung Geschlechtsakte ohne Gefahr einer Schwangerschaft und mit stark eingeschränktem Risiko der Übertragung von Krankheiten; zum andern sei ein Zerfall von patriarchalischen und autoritären Herrschaftsstrukturen in Familien festzustellen. Die früher geforderte gesellschaftliche Tabuisierung wechselnder Geschlechtsbeziehungen (ob vor- oder außerehelich) sei damit entbehrlich: Weder wird dadurch die gesellschaftliche Ordnung angetastet, noch hat die Sexualpraxis Einfluss auf den quantitativen Bevölkerungsstand - die Einzelnen bleiben von sichtbaren realen Folgen der sexuellen Beziehungen verschont. Sexuelle Beziehungen werden zur Angelegenheit der rein ?privaten? Sphäre (so es die denn gibt), zumindest beeinflussen sie nicht mehr so unmittelbar wie früher gesellschaftliche Interessenbereiche wie die Fortpflanzung oder die Vererbung von Besitz. Diese Deregulierung hat sie zu einem profitablen Gegenstand kommerzieller Interessen werden lassen, aus denen sich eine boomende ?Sexindustrie? entwickelte. Ferner sind traditionell normsetzende Instanzen wie Kirche und Staat im Bereich des Sexuellen bedeutungslos geworden. Die traditionelle Sexualmoral ist einer Verhandlungsmoral (Schmidt, 2004) gewichen, die etwa gleich starke und weder emotional noch ökonomisch abhängige Partner voraussetzt. Diese neue Moral setzt Sensibilität gegenüber den Wünschen und Grenzen des Anderen voraus, erfordert die Fähigkeit zur Selbst- und Interaktionsreflexivität , was zugleich ihre Problematik beschreibt, denn solche reflexiven Fähigkeiten sind keineswegs selbstverständlich vorauszusetzen. Verhandlungsmoral geht mit erheblichen Veränderungen in der Sexualität zwischen Männern und Frauen einher und zeigt sich nic

Recensie

"Quindeau entwirft eine fundamentale Kritik an der Sexualtheorie Freuds, aber bei der Lektüre stellt sich heraus, dass sie hauptsächlich gegen Interpreten Freuds anschreibt: Das ist mutig. (...) Eigentlich, hat man Ilka Quindeaus Vorschläge gelesen, bliebe vor allem dies zu tun: Menschen zu ermutigen, sexuell das zu suchen, was sie gut finden. Was ihnen behagt, was ihnen Lust verspricht. Und dass kein Begehren vollständig befriedigt werden kann, liegt, so verstehen wir sie, auf der Hand. Das Begehren des Säuglings nach Nahrung und Berührung wird unentwegt bedient und frustriert zugleich." Jan Feddersen (www.taz.de, 20.06.2008) "Mit der vorliegenden Monographie ist es Ilka Quindeau gelungen, ein umfassendes und relevantes Werk zu einer soziologisch aufgeklärten psychoanalytischen Sexualtheorie vorzulegen. Mit ihrer Infragestellung der Geschlechterdichotomie und der These, dass erst die Integration der andersgeschlechtlichen Anteile ein vertieftes lustvolles sexuelles Erleben ermöglicht, führt sie die LeserInnen zu der Erkenntnis, dass die konventionelle Einteilung einer männlichen und einer weiblichen Sexualität sich psychoanalytisch nicht begründen lässt. Mit ihrer systematischen Darstellung des aktuellen Theoriestandes, ihrer fundierten Auseinandersetzung vor allem mit zahlreichen Studien zur weiblichen Sexualität, vermag sie auch etwas Licht in die noch unbekannte Landschaft der Männlichkeit zu bringen. Wenngleich ein profundes Fachbuch auf hohem wissenschaftlichen Niveau ist die vorliegende Monographie Dank einer prägnanten, gut verständlichen Sprache auch für eine Leserschaft geeignet, die sich durch das Labyrinth von bisher etablierten soziologischen und psychoanalytischen Sexualtheorien führen lassen wollen. Ein Muss für alle, die in klinischer Praxis mit hetero-, homosexuellen und 'perversen' Männern und Frauen arbeiten." Prof. Dr. Margaret Dörr, socialnet.de, 14.05.2010

Inhoudsopgave

Einleitung I . Verführung, Begehren und Sexualität Verführung: Ursprung der Sexualität Freuds Verführungstheorie - ein unterschätztes Konzept Nachträglichkeit - der zentrale Modus der Entstehung des Sexuellen Die Universalität der Verführung - Desideratus ergo sum Begehren als Einschreibung in den Körper Neufassung des Triebkonzepts: ?Begehren? statt ?Trieb? Wunsch und Bedürfnis Spur und Umschrift Die infantile Sexualität Varianten infantiler Sexualität Pubertät und Adoleszenz: Übergang zur Erwachsenensexualität Exkurs: Kurzes Nachwort zur Sexualität der Erwachsenen II . Männlich - Weiblich Freuds Ansichten zu Männlichkeit und Weiblichkeit Kontroversen zu Freuds Weiblichkeitskonzept Bestandsaufnahme Neuer Wein in alten Schläuchen? Die Wiederaufnahme der Diskussion seit den 1960er Jahren Innere und äußere Genitalität Sexualität und Reproduktivität Sex und gender Jenseits des Geschlechts: Trans- und Intersexualismus Die Entsexualisierung des Geschlechterdiskurses Männlichkeit: ein "dunkler Kontinent"? Geschlechterdichotomie - Geschlechterspannung III . Homosexualität, Heterosexualität , Perversion Objektwahl und phantasmatische Liebesbedingungen Heterosexuelles Begehren Homosexuelles Begehren Männliche Homosexualität Weibliche Homosexualität Die "Diktatur der Sexualität" ?Perversionen?, ? Paraphilien ?, ?verkehrte Liebe?? IV. Zusammenschau : Die ?Aufhebung? der Geschlechterdifferenz - Schlaglichter auf die psychoanalytische Sexualtheorie Dank Literatur Personenregister

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