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Boek

Identitatserleben Bei Transsexuellen Menschen

Zwei Narrative Interviews Und Ihre Identitatstheoretische Interpretation

Identitatserleben Bei Transsexuellen Menschen - Kleinert, Evelyn - ISBN: 9783958508873
Prijs: € 45,00
Levertijd: 4 tot 6 werkdagen
Bindwijze: Boek
Genre: Emancipatie
Boekenliefde.nl:
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Beschrijving

Wenn ein Mensch einen eindeutig weiblichen oder männlichen Körper hat, sich damit aber nicht identifizieren und die entsprechenden Rollenanforderungen nicht erfüllen kann, wird von einer Störung der Geschlechtsidentität gesprochen. Kommt ein dringender Wunsch hinzu, den eigenen Körper mit medizinischer Hilfe an den des anderen Geschlechts anzupassen, ist von Transsexualität oder Transidentität die Rede. Die Methode des narrativen Interviews ermöglicht den Erzählenden, selbst zu entscheiden, von welchen Teilen ihrer Biographie sie berichten wollen.
In dieser Studie werden zwei narrative Interviews mit Betroffenen analysiert, so dass individuelle Erfahrungen mit dem Geschlechtswechsel sichtbar werden. Die beiden Erzählungen lassen zwei Hauptthemen erkennen: Die Interviewten hatten schon immer das Gefühl, anders zu sein und empfinden die Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität durch ihre Umwelt als existenzielle Bedingung für ihr Wohlbefinden. Anhand dieser Kernthemen wird ein theoretisches Feld eröffnet, welches sich ausgehend von allgemeinen Thesen der Sozialisationstheorie den Überlegungen E. H. Eriksons zuwendet und die Theorien G. H. Meads und E. Goffmans einbezieht.

Details

Titel: Identitatserleben Bei Transsexuellen Menschen
auteur: Kleinert, Evelyn
Mediatype: Boek
Taal: Duits
Druk: 1
Aantal pagina's: 100
Uitgever: Diplomica Verlag
NUR: Emancipatie
Afmetingen: 210 x 148 x 5
Gewicht: 127 gr
ISBN/ISBN13: 9783958508873
Intern nummer: 29755589

Quote

Textprobe: Kapitel 2.1, Was ist Transidentität? Um den Begriff Transidentität in einem Satz zu definieren, ließe sich feststellen: Transidente Menschen leben in der ständigen inneren Gewissheit, sich im falschen Körper zu befinden. Sie empfinden sich eigentlich dem anderen Geschlecht zugehörig (de Silva 2005; Eicher 1992; Reinhardt 2005; Rüffer-Hesse, Hartmann 2004, Sonnenmoser 2008). Ihr Selbstbild widerspricht somit ihrer körperlichen Erscheinung. Sie nehmen ihr körperliches Geschlecht zwar realistisch wahr, empfinden dieses aber als subjektiv falsch. Dabei werden sowohl die körperlichen Merkmale des Ursprungsgeschlechts abgelehnt, als auch die daran geknüpften gesellschaftlichen Rollenanforderungen. Dabei leiden die Betroffenen sehr unter der Diskrepanz zwischen der erlebten Geschlechtsidentität und den körperlichen Voraussetzungen. Sie versuchen den Leidensdruck dadurch zu mindern, indem sie die typische Kleidung des Gegengeschlechts tragen, entsprechendes Ausdrucks- und Rollenverhalten erlernen und mit Hilfe von hormonellen und chirurgischen Eingriffen versuchen, den Körper an das subjektive Erleben anzugleichen. Auf der rechtlichen Ebene versuchen die Betroffenen den Vornamen und den Personenstand, die jede Person in ihren Ausweisen einem Geschlecht zuordnen, der erlebten Geschlechtsidentität anzupassen (Reinhardt 2005, S.6; de Silva 2005, S. 261; Rüffer-Hesse, Hartmann 2004). Transidentität tritt prinzipiell unabhängig vom biologischen Geschlecht auf. Einzige Voraussetzung ist, dass das biologische Geschlecht eindeutig männlich oder weiblich sein muss, da es sich ansonsten um eine Form der Intersexualität handelt. So gibt es biologische Männer, die sich selbst als Frauen wahrnehmen, so genannte Mann-zu-Frau-Transidente (MzF). Und es gibt biologische Frauen, die sich als Männer identifizieren, Frau-zu-Mann-Transidente (FzM). Außerdem unterscheiden einige Autor_innen noch zwischen homosexuellen und nicht- homosexuellen Transidenten (Smith et al. 2005). Daran zeigt sich, dass die Transidentität unabhängig von der sexuellen Orientierung besteht. In Bezug auf die Epidemiologie stellt Reinhardt (2005, S. 9) fest, dass heute ca. 8000 bis 10000 transidente Menschen in Deutschland leben. Sonnenmoser (2008, S. 174) spricht von 2000 bis 6000 Betroffenen. Über die Entstehung von Transidentität bestehen derzeit unterschiedliche Annahmen: Vermutungen über somatische Ursachen reichen von einer hormonellen Beeinflussung des Fötus mit gegengeschlechtlichen Hormonen während der Schwangerschaft, über Störungen in nicht genauer identifizierbaren Arealen des Gehirns, bis hin zu Störungen des Glykoproteinhaushaltes (Green 2007, S. 121f). Als psychodynamische Ursache wird ein zum Teil unbewusster Wunsch der Eltern vermutet, ein Kind anderen Geschlechts zu haben. Auch ein Fehlen des gleichgeschlechtlichen Elternteils, oder dessen negative Besetzung stehen im Verdacht, eine positive Identifikation mit dem eigenen biologischen Geschlecht zu verhindern (Sonnenmoser 2008, S. 175). Unter den Betroffenen und ihren Angehörigen ist die Annahme eines angeborenen Defektes weit verbreitet. Diese Meinung wird zum Teil auch von den behandelnden Psycholog_innen und Ärzt_innen vertreten. Keine dieser Annahmen konnte sich bisher in als anerkannte Lehrmeinung durchsetzen. 2.2, Transidentität aus historischer Perspektive: Die Frage nach der Entstehung von Transidentität, lässt sich nicht in dem Sinne beantworten, dass ein Zeitpunkt in der Geschichte auszumachen wäre, an dem dieses Phänomen zum ersten Mal aufgetreten ist. Vielmehr wird angenommen, dass es Transidentität in allen Kulturen und zu jeder Zeit gab. Hirschauer vergleicht Transidentität mit einem seltenen Insekt oder einem neuen Elementarteilchen, das nur endlich im 20. Jahrhundert entdeckt wurde, d.h. korrekt beschrieben, von anderen Syndromen abgetrennt und schließlich erfolgreich behandelt (Hirschauer 1992, S.55), auch wenn die Resultate der mediz

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