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Mitbetroffene Des Strafvollzuges In Oesterreich Als Eine Nicht Wahrgenomme Zielgruppe Der Sozialarbeit In Oesterreich

Mitbetroffene Des Strafvollzuges In Oesterreich Als Eine Nicht Wahrgenomme Zielgruppe Der Sozialarbeit In Oesterreich - Hundsbichler, Christiane - ISBN: 9783959350044
Prijs: € 50,00
Levertijd: 4 tot 6 werkdagen
Bindwijze: Boek
Genre: Algemene sociale wetenschappen
Boekenliefde.nl:
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Beschrijving

Obwohl unser Rechtssystem von einer individualistischen Strafauffassung ausgeht, lebt kein Individuum und daher auch kein Rechtsbrecher losgelöst von sozialen Beziehungen, sodass mit der Zahl der Gefangenen auch die Zahl der Angehörigen steigt. Schätzungen sprechen in Österreich von ungefähr 20 000 bis 30 000 Mitbetroffenen des Strafvollzuges. Während es eine große Menge an wissenschaftlicher Literatur und empirische Studien zur Gefangenenpopulation gibt, bleiben die in der Regel multiplen Problemlagen der Angehörigen weitgehend ausgeblendet. Sie gelten auch in Österreich nach wie vor als eine vernachlässigte Zielgruppe der Forschung und auch der Sozialarbeit.
Ich gehe in meiner Arbeit der Frage nach, welche spezifischen Betreuungsangebote weibliche Familienangehörige von österreichischen Strafgefangenen benötigen, insbesondere um das Familiensystem bzw. die Beziehung so weit zu stabilisieren, dass sie auch nach der Haft noch aufrecht und damit als Ressource für die gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung vorhanden sind.

Details

Titel: Mitbetroffene Des Strafvollzuges In Oesterreich Als Eine Nicht Wahrgenomme Zielgruppe Der Sozialarbeit In Oesterreich
auteur: Hundsbichler, Christiane
Mediatype: Boek
Taal: Duits
Aantal pagina's: 174
Uitgever: Disserta Verlag
NUR: Algemene sociale wetenschappen
Afmetingen: 210 x 148 x 9
Gewicht: 213 gr
ISBN/ISBN13: 9783959350044
Intern nummer: 29841377

Quote

Textprobe: Kapitel 8, Ausblendung der Angehörigen aus Wissenschaft und Forschung: So wie das Thema Angehörige von Inhaftierten nicht wirklich existent erscheint, so langwierig und mühevoll gestaltete sich auch die Literaturrecherche. Die Auffindung des schwer zugänglichen und teilweise bereits vergriffenen Materials dauerte nahezu ein Jahr. Die in meiner Arbeit verwendeten Materialien und Literatur sind vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum und zumeist aus den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Eine Ausnahme ist die systematische und repräsentative Untersuchung von Pauline Morris (1965), die in den 1960er Jahren in Großbritannien 837 inhaftierte Männer und 588 Ehefrauen zu ihrer Situation befragte. Die Arbeit von Morris ist, sowohl im angloamerikanischen wie auch im deutschsprachigen Raum, die bislang umfangreichste Studie zu diesem Problemkreis und für meine Arbeit insofern von Bedeutung, als sie - meinen Recherchen zufolge - die einzige Langzeitstudie The intensive sample (Morris 1965:165f) auf diesem Gebiet enthält. Allerdings untersuchte Morris im Unterschied zu meiner Studie nur Familien, wo der Strafrahmen des Ehemannes zwischen 15 Monaten und zwei Jahren lag. Die bis dato wichtigste Arbeit zu dieser Problemstellung im deutschsprachigen Raum ist eine empirische Studie im Auftrag des deutschen Bundesministers für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit aus dem Jahre 1987, durchgeführt von Max Busch, Paul Fülbier und Friedrich Wilhelm Meyer. Für diese repräsentative Studie wurden 366 inhaftierte Männer und 135 Ehefrauen und Partnerinnen von Inhaftierten interviewt (vgl. Busch et al. 1987a:30f). Aufgrund ihrer gewonnenen Erkenntnisse wurde eine umfangreiche Hilfeplanung entwickelt, bis heute jedoch kaum eine der damals vorgeschlagenen Verbesserungen umgesetzt (vgl. Kern 2002:1). Jedoch sind die Erkenntnisse von damals immer noch weitgehend gültig, da sich an der Situation der Familien und Angehörigen von Inhaftierten im Wesentlichen nichts verändert hat. Ganz aktuell ist eine Untersuchung aus Österreich von Lukas Kollmann (Befragung von 85 Angehörigen von Inhaftierten in vier österreichischen Justizanstalten, davon 78% Frauen) über die Kontakte von Strafgefangenen zu ihren Angehörigen, die er 2005 im Zuge seiner Dissertation verfasste und mir dankenswerterweise zur Verfügung stellte. In recent years a great deal of attention has been focused on the delinquent inside an institution but so far as we know there has been no systematic attempt in this country to study the families of men experiencing separation as a result of imprisonment. Diese Feststellung von Pauline Morris (1965:17) aus den 60er Jahren hat leider bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Obwohl aufgrund steigender Insassenzahlen in Österreichs Gefängnissen die Problematik aktueller denn je ist, gibt es im gesamten deutschsprachigen Raum kaum wissenschaftliche Studien und wenig aktuelle Fachliteratur zu diesem Thema. Dadurch unterscheidet sich die Behandlung der Probleme Angehöriger von Inhaftierten in Wissenschaft und Forschung von anderen sozialwissenschaftlichen Problemstellungen (vgl. Busch et al.1987a:27). Anders als im anglo-amerikanischen Sprachraum (Busch et al. 1987a:128), wo bereits in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Untersuchungen zur Lage von Angehörigen durchgeführt wurden, beschäftigt sich, laut Busch et al. (1987a:28), die wenige deutschsprachige Fachliteratur in Form wissenschaftlicher Arbeiten, praxisorientierter Darstellungen, Diplom- und unveröffentlichter Abschlussarbeiten hauptsächlich mit Teilfragestellungen der Probleme Angehöriger. Busch (ebd.:29) bezeichnet die Forschung insgesamt als bruchstückhaft und unzureichend. Die Ausblendung der Angehörigen aus Wissenschaft und Forschung korrespondiere mit ihrer Ausblendung aus anderen Bereichen. So würden nach wie vor grundlegende Daten über den Umfang und die Struktur dieser Gruppe fehlen. Dies ist auch n

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